Fluoreszenzangiographie

Mit Hilfe der Farbstoffuntersuchung (Fluoreszenzangiographie, FAG) können die Blutgefäße der Netzhaut dargestellt werden. Hierdurch kann man erkennen, ob sich neue Gefäße (Neovaskularisationen) gebildet haben, Bereiche der Netzhaut schlecht oder nicht durchblutet sind (Ischämien) oder ob Gefäße undicht sind (Leckage). Diese Untersuchung ist zur genauen Diagnose- und Therapiestellung bei vielen Netzhauterkrankungen notwendig.

Bei der Untersuchung wird über eine Venenverweilkanüle 5%iges Fluoreszein in eine periphere Vene (Arm- oder Handvene) injiziert. Mit einer speziellen Filterkombination kann das Leuchten des Farbstoffes dargestellt werden. Hierduch lassen sich hochauflösende Bilder der Netzhaut und der Netzhautgefäße erzielen und die Funktion der Gefäße erkennen.

Die Untersuchung ist schmerzfrei und wird kontaktlos durchgeführt. Da sich der Farbstoff im gesamten Gefäßsystem verteilt und über die Niere ausgeschieden wird, kann es nach der Untersuchung zu einer harmlosen, leichten Gelbfärbung von Haut und Urin kommen. 

Die bildliche Dokumentation der Farbstoffuntersuchung erfolgt mittels der digitalen Funduskamera Visucam 500 (Fa. Zeiss), verbunden mit dem augenärztlichen IT-System Fidus.