Grauer Star (Katarakt)

Der Graue Star (Katarakt), eine Trübung der hinter der Pupille gelegenen Augenlinse, ist die häufigste Ursache für schlechtes Sehen bei älteren Menschen. Bei einer vollständigen Eintrübung der Linse erscheint die Pupille nicht mehr schwarz, sondern grau-weiß – man spricht dann von einem reifen Grauen Star (linke Abbildung unten).

Meist ist jedoch nur ein Teil der Linse getrübt: Ist dies z.B. die innere Schicht (der Kern) der Linse, spricht man von einem Kernstar, bei dem eine Gelb- oder Braunfärbung des Linsenkerns auffällt (Abbildung unten). Eine Trübung der außen gelegenen Linsenrinde heißt Rindenstar.

Der Graue Star betrifft ganz überwiegend ältere Menschen. Die genaue Ursache des sog. Altersstars ist bis heute nicht geklärt, man nimmt jedoch meist einen krankhaft veränderten Linsenstoffwechsel an. Seltenere Ursachen des Grauen Stars sind z.B. Augenverletzungen oder bestimmte Medikamente (u. a. Cortison).

Der Graue Star ist weltweit die Hauptursache der Blindheit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 40 Millionen Menschen blind, davon allein 17 Millionen aufgrund eines Grauen Stars.

Was bedeutet der Graue Star für das Sehen? Bei der getrübten Linse eines vom Grauen Star betroffenen Auges entsteht kein scharfes Bild mehr auf der Netzhaut. Der Seheindruck bei beginnendem Grauen Star ist diffus verschwommen, kontrastarm und farbentsättigt (Abbildung unten). Ein weiteres Symptom ist eine verstärkte Blendempfindlichkeit, z.B. beim Autofahren in der Nacht. Bei fortschreitendem Grauen Star ist die Sehschärfe mehr oder weniger stark reduziert (siehe auch Grafik auf der Seite "Ergebnisse der Staroperation"). Beim reifen Grauen Star kann es zur Erblindung kommen.

Therapie: Die einzig wirksame Therapie ist eine Augenoperation, die Operation des Grauen Stars. Diese wird bei uns durchgeführt durch den Augenarzt Priv.-Doz. Dr. V. Hessemer, die Augenärztin Dr. Silke Müller, die Augenärztin Dr. Klio Becker und die Augenärztin Dr. Natalia Opitz.