LASIK und Femto-LASIK

LASIK steht für LASer In situ Keratomileusis. Die LASIK ist ein Eingriff zur Laserkorrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Bei der LASIK wird die Hornhaut des Auges (siehe Seite "Augenkrankheiten") mit einem Excimer-Laser so beschliffen, dass sie die Hornhaut die Funktion von Brille oder Kontaktlinse übernimmt. Das Ziel ist eine Änderung der Hornhautkrümmung, um den Brennpunkt des fehlsichtigen Auges auf die Netzhaut zu verlagern. LASIK-Behandlungen führen wir an unserer Klinik nicht mehr durch, wir kooperieren jedoch mit dem FreeVis LASIK  Zentrum am Universitätsklinikum Mannheim, Leiter  Prof. Dr. Michael C. Knorz (siehe www.freevis.de). Die Nachkontrollen können bei uns durchgeführt werden.

Neben der klassischen LASIK gibt es die moderne LASIK-Variante Femto-LASIK (siehe weiter unten).

Anwendungsbereich der (Femto-)LASIK, ihre Ergebnisse, Risiken und Nebenwirkungen sind auf der Seite "Fragen zur (Femto-)LASIK" dargestellt, die Preise auf der Seite "Kosten der Eingriffe gegen Fehlsichtigkeit".


I. LASIK in 2 Schritten:


1. Schneiden eines Flaps mit Mikrokeratom ("Mini-Hobel")

Nach Gabe von örtlichen Betäubungstropfen setzt der operierende Augenarzt zuerst einen Lidöffner zum Offenhalten des Auges ein und danach einen Saugring zur Fixation des Auges. Danach wird ein Mikrokeratom ("Mini-Hobel") auf das Auge aufgesetzt, mit dem ein dünnes Scheibchen teilweise von der Hornhaut abgetrennt und wie ein Deckel (engl. Flap) angehoben wird. Der Flap bleibt mit der Hornhaut an einem „Steg“ verbunden. Nach Beendigung des Flapschnitts wird der Saugring entfernt.

2. Laserabtrag mit Excimer-Laser

Nun wird in der freiliegenden inneren Hornhautschicht mit dem Excimer-Laser in blitzschnellen Schritten soviel Gewebe an exakt der Stelle abgetragen, wie es vorher computerberechnet wurde. Die Laserkorrektur ist umso stärker, je mehr Hornhautgewebe abgetragen wird (max. Abtrag 0,15 mm). Im vorliegenden Fall ist die Behandlung einer Kurzsichtigkeit gezeigt, d.h. zentraler Gewebeabtrag. Ein Blickverfolgungssystem („Eyetracker“) sorgt dafür, dass immer an der richtigen Stelle gelasert wird, auch bei nicht ganz ruhigem Auge. Nach der Laserung wird der Flap wieder zurückgeklappt. Er saugt sich an der inneren Hornhautschicht fest – ohne dass eine Naht erforderlich wäre – und verwächst innerhalb der nächsten Wochen.

II. Femto-LASIK 

Bei der modernen Femto-LASIK wird der Hornhaut-Flap nicht – wie bei der klassischen LASIK – durch einen "Mini-Hobel" geschnitten, sondern durch einen Femtosekundenlaser erzeugt ("Femto-Flap", siehe Abbildung Femto-Flap). Die nachfolgende Laserkorrektur im Hornhautinneren erfolgt wie bei der klassischen LASIK mit einem Excimer-Laser. Die Besonderheit der Femto-LASIK ist also, dass zwei Lasergeräte verwendet werden (Excimer- plus Femtosekundenlaser; sog. "All-Laser-LASIK").

Vorteil der Femto-LASIK ist die bessere Reproduzierbarkeit der Flapdicke und daher geringere Rate an Flapkomplikationen im Vergleich zur traditionellen LASIK. Daher ist die Femto-LASIK heute die LASIK-Methode der Wahl.

Behandlungsprinzip bei Kurzsichtigkeit

Das kurzsichtige Auge ist zu lang. Ziel der Laserbehandlung ist eine Hornhaut-Abflachung (geringere Krümmung), indem von der Hornhaut zentral Gewebe abgetragen wird. Die Brechkraft der Hornhaut wird dadurch geringer und der Brennpunkt weiter nach hinten auf die Netzhaut verlagert.

Behandlungsprinzip bei Weitsichtigkeit

Das weitsichtige Auge ist zu kurz. Ziel der Laserbehandlung ist eine Hornhaut-Aufsteilung (stärkere Krümmung), indem von der Hornhaut um das Zentrum herum Gewebe abgetragen wird. Die Brechkraft der Hornhaut wird dadurch stärker und der Brennpunkt weiter nach vorn auf die Netzhaut verlagert.

Behandlungsprinzip bei Hornhautverkrümmung

Bei Hornhautverkrümmung besitzt die Hornhaut unterschiedliche Krümmungen, die durch die Laserbehandlung angeglichen werden. Dies geschieht, indem in den unterschiedlich gekrümmten Hornhautachsen unterschiedlich viel Gewebe abgetragen wird. Die Behandlungszone hat eine elliptische Form.