Laserbehandlung der Netzhaut

Mit dem Visulas 532s der Firma Zeiss steht uns ein leistungsfähiger, diodengepulster Festkörperlaser für die Laserbehandlung der Netzhaut zur Verfügung. Die Behandlungen werden durchgeführt durch die Augenärztinnen Dr. Klio Becker und Dr. Natalia Opitz und den Augenarzt Priv.-Doz. Dr. V. Hessemer.
Der Netzhautlaser wird hauptsächlich zur Behandlung folgender Erkrankungen eingesetzt:

  • Diabetische Retinopathie (Zuckerkrankheit der Netzhaut), diabetisches Makulaödem
  • Venöse und arterielle Gefäßverschlüsse der Netzhaut
  • Risse und Löcher in der Netzhaut (Netzhautforamina)

Diabetische Retinopathie (Zuckerkrankheit der Netzhaut)

Durch den veränderten Zuckerstoffwechsel kommt es zur Schädigung - bis hin zum Verschluss - der kleinsten Blutgefäße im Körper und somit auch im Auge. In der Netzhaut entstehen Bereiche, die nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Um Folgeschäden zu verhindern, muss in diesen Bereichen die Netzhaut mit dem Laser flächig behandelt werden (panretinale Laserkoagulation). Im Bereich der Makula kann es durch die Schädigung der kleinsten Gefäße zu einer Schwellung (Makulaödem) mit einer Sehminderung kommen. Dies wird meist mit einer operativen Medikamenteneingabe eines VEGF-Hemmers ins Auge behandelt. Aber in ausgewählten Fällen kann auch eine zentrale Laserbehandlung (Grid, fokale Laserkoagulation) notwendig sein.

Venöse und arterielle Gefäßverschlüsse der Netzhaut

Durch den Verschluss eines Blutgefäßes am Auge kann es zu Bereichen in der Netzhaut kommen, die nicht mehr ausreichend durchblutet sind. Hier muss, um Folgeschäden zu verhindern, flächig mit dem Netzhautlaser behandelt werden.

Risse und Löcher in der Netzhaut

Durch den Zug des Glaskörpers kann es zu Rissen/Löchern in der Netzhaut kommen. Diese müssen rasch mittels Netzhaut-Laser behandelt werden, damit das Risiko für eine Netzhautablösung (Amotio/Ablatio retinae) reduziert wird. Durch die Behandlung kommt es zur Narbenbildung und somit zu einem Verkleben der Netzhautschichten um den Netzhautdefekt. Manchmal kann es auch notwendig sein, dünne (degenerative) Netzhautbezirke zu behandeln, um die Entstehung von Netzhautlöchern zu verhindern.

Behandlungsablauf

Nach einer Erweiterung der Pupille (Mydriasis) wird das Auge örtlich mit Tropfen betäubt. Für die Behandlung mit dem Laser wird eine kleine Kontaktlinse auf das Auge gesetzt. Die Lasertherapie erfolgt dann im Sitzen an einer Spaltlampe, die mit dem Laser verbunden ist. Die einzelnen Laserimpulse werden als Lichtblitze wahrgenommen. Nach der Behandlung erhalten Sie für einige Tage noch Augentropfen.