Makulatherapie durch operative Medikamenteneingabe ins Auge (IVOM)

Zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (feuchte AMD) und anderer Netzhauterkrankungen werden Medikamente operativ ins Auge eingebracht, die das Wachstum krankhafter Blutgefäße hemmen: Makulatherapie durch operative Medikamenteneingabe ("Injektion").

Der medizinisch korrekte Ausdruck für die Behandlungsmethode ist intravitreale operative Medikamenteneingabe (kurz: IVOM). Es ist ein minimal-invasiver mikrochirurgischer Eingriff, der ambulant durchgeführt wird durch unsere Augenärztin Dr. Klio Becker, die Augenärztin Dr. Natalia Opitz und unseren Augenarzt Priv.-Doz. Dr. Hessemer.

Terminvereinbarung: (06151) 40 66 57 oder über das Kontaktformular

Die Makulatherapie durch operative Medikamenteneingabe ins Auge wird - außer bei feuchter AMD - durchgeführt bei diabetischer Retinopathie (Zuckerkrankheit der Netzhaut) und nach venösen Gefäßverschlüssen der Netzhaut. Die wichtigsten Medikamente für die Eingabe ins Auge sind Lucentis®, Avastin® und Eylea®. Es handelt sich um sog. VEGF-Hemmer, die das Wachstum krankhafter Blutgefäße verhindern. In einigen Fällen kann auch eine Behandlung mit Kortisonpräparaten (Kortison, Ozurdex®) notwendig sein.  Da es sich in der Regel um chronische Krankheiten handelt, sind wiederholte Behandlungen erforderlich. Dadurch wird das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt oder ein Rückgang einer Schwellung der Stelle des schärfsten Sehens (Makulaödem) erzielt, und es kann eine Sehverbesserung eintreten.

Voraussetzung für die Behandlung ist eine genaue Diagnose- und Indikationsstellung. Diese erfolgt in der Makulasprechstunde mit Hilfe moderner Diagnostikgeräte wie Fluoreszenzangiographie und Optischer Cohärenz-Tomographie (OCT). In diesem Kapitel wird auf die Technik der operativen Medikamenteneingabe ins Auge, auf die eingesetzten Medikamente für die operative Eingabe ins Auge und mögliche Risiken eingegangen, und die häufigsten Fragen werden beantwortet.