Technik der operativen Medikamenteneingabe ins Auge

Die operative Medikamenteneingabe ins Auge ist ein nur wenige Minuten dauernder minimal-invasiver mikrochirurgischer Eingriff. Der medizinisch korrekte Ausdruck ist intravitreale operative Medikamenteneingabe (kurz: IVOM). Dieser Eingriff wird bei uns durch die Augenärztin Dr. Klio Becker, die Augenärztin Dr. Natalia Opitz und den Augenarzt Priv.-Doz. Dr. Hessemer im Operationssaal unter hochsterilen Bedingungen durchgeführt. Zur Vorbereitung wird die Pupille medikamentös erweitert, und die Bindehaut wird mit Povidon-Jod desinfiziert. Zur örtlichen Betäubung werden lokalanästhetisch wirksame Augentropfen in das Auge eingeträufelt (Tropfanästhesie). Der Patient wird horizontal auf dem OP-Tisch gelagert, das zu behandelnde Auge wird mit einem sterilen Tuch abgedeckt. Ein Lidöffner wird in die Lidspalte eingesetzt, um das Auge offen zu halten.

Der Eingriff erfolgt unter einem Operationsmikroskop bei mittlerer Vergrößerung oder mit Lupenbrille. In einem Abstand von 3,5 mm hinter der Grenze von Hornhaut und Lederhaut (Limbus) wird das Medikament (siehe Medikamente für die operative Eingabe ins Auge) mit einer sehr feinen Kanüle durch Bindehaut und Lederhaut hindurch in den Glaskörper eingebracht (siehe Abbildung). 

Im Anschluss an die Behandlung wird die Lichtscheinwahrnehmung geprüft. Danach wird für 2 Stunden ein antibiotischer Salbenverband angelegt.