Aberrometrie
Mit dieser Methode wird das Auge auf Abbildungsfehler (Aberrationen) untersucht. Wir verwenden das Aberrometer Zywave® (Firma Bausch & Lomb). Dabei wird Licht in Form eines Laserstrahls in das Auge geschickt. Das reflektierte Licht wird nach Durchtritt durch Linse und Hornhaut mittels eines komplizierten Linsensystems gemessen (Hartman-Shack-Prinzip). Im Idealfall (sphärische, d.h. vollkommen kugelige Form des Auges) beschreiben die reflektierten Lichtstrahlen eine gerade Wellenfront (Abbildung rechts oben). Auf der Netzhaut entsteht ein scharfer Bildpunkt.
Bei realen Augen liegen jedoch häufig mehr oder weniger ausgeprägte Abbildungsfehler (Aberrationen) vor, die auf eine Abweichung der Hornhaut und/oder der Linse von der Kugelform zurückzuführen sind. Bei Vorliegen von Abbildungsfehlern beschreibt das reflektierte Licht eine unregelmäßige Wellenfront (zweite Abbildung von oben). Auf der Netzhaut entsteht ein unscharfer und verzogener Bild-"Punkt".
Die Aberrometrie basiert auf dem Wellenfront-Technologie-Prinzip, das aus der Weltraumtechnologie bekannt ist (Hubble-Teleskop). Nach Einbau des neuen Aberrometrie-korrigierten Kamerasystems WFPC2 im Jahr 1994 liefert das Hubble-Teleskop sehr viel schärfere Bilder, wie der Vergleich am Beispiel "Galaxy M100" zeigt (mehr dazu: www.hubblesite.org)


