Excimer-Laser (Prinziperläuterung)
Der zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten mittels LASIK verwendete Excimer-Laser (Excimer = Excited Dimer = angeregtes 2-atomiges Molekül) ist in seinem prinzipiellen Aufbau in Abb. 1 dargestellt: Im Resonanzgehäuse befindet sich das Lasermedium, ein Gasgemisch von Argon (Ar) und Fluorid (F). Nach Anregung durch elektrische Energie wird Laser-Licht mit einer Wellenlänge von 193 nm abgestrahlt.
Mit einem Excimer-Laser wird pro Schuss ein winziges Gewebepartikelchen in einer Größe von 0,25 µm von der Hornhaut des Auges abgetragen (Abb. 2). Zum Dimensionsvergleich ist in Abb. 2 ein menschliches Haar (Dicke ca. 50 µm) eingezeichnet.
Ein Eyetracker ermöglicht, dass die Laserbehandlung immer an der richtigen Stelle erfolgt, auch bei nicht ganz ruhigem Auge. Das Prinzip eines Eyetrackers ist in Abb. 3 dargestellt: Auf das Auge trifft ein Infrarotstrahl. Der vom Auge reflektierte Teil wird mit einer Infrarot-Kamera erfasst und von einem Computer ausgewertet. So werden in Bruchteilen von Sekunden selbst kleinste Augenbewegungen registriert und in einen Befehl umgesetzt: Wenn sich die Pupillenmitte genau im Fadenkreuz befindet, wird die Behandlung durchgeführt. Sollte sich das Auge - aus welchem Grund auch immer - plötzlich so stark bewegen, dass die Pupillenmitte außerhalb des Fadenkreuzes gelangt, wird die Behandlung sofort unterbrochen.


