Kunstlinsen sind überwiegend Monofokallinsen mit einem Brennpunkt, meist für die Ferne. Dagegen besitzen Multifokallinsen mehrere konzentrische Zonen mit unterschiedlicher Brechkraft und somit mehreren Brennpunkten für Ferne und Nähe. Mit Multifokallinsen kann daher prinzipiell auch die Altersweitsichtigkeit korrigiert werden, d.h. das im Alter schlechtere Sehen in der Nähe. Eine nach Monofokallinsen-Implantation fast immer erforderliche Lesebrille muss nicht oder zumindest seltener getragen werden (Literatur 17 u. 22). Allerdings ist das Kontrastsehen unter Niedrigkontrastbedingungen (schlechte Lichtverhältnisse) mit Multifokallinsen leicht reduziert. Wir implantieren Multifokallinsen z.B. bei jungen Patienten mit einseitigem Grauen Star oder bei Patienten, die möglichst keine Brille tragen wollen und dafür leichte Abstriche beim Sehen unter schlechten Lichtverhältnissen in Kauf nehmen.
Unser Augenarzt Priv.-Doz. Dr. med. Volker Hessemer implantiert seit fast 20 Jahren Multifokallinsen und hat außerdem mehrere grundlegende Arbeiten zu diesem Thema publiziert (Literatur 17, 18, 19). Er ist daher einer der operativ erfahrensten und wissenschaftlich renommiertesten Spezialisten auf dem Gebiet "Multifokallinsen".