Bei rechtzeitiger Behandlung (Okklusionstherapie) kann in vielen Fällen die Entwicklung einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie) verhindert werden. Insbesondere bei „vorbelasteten“ Kindern (Störung des Sehvermögens bei Angehörigen) sollte eine möglichst frühzeitige und sorgfältige Untersuchung bereits im ersten Lebensjahr erfolgen.
Die bei Kindern zunehmend auftretenden Lese- und Schreibprobleme bedürfen unbedingt der Abklärung aus orthoptischer und augenärztlicher Sicht. Oft unterstützt eine geringfügige Brillenkorrektur den Entwicklungsprozess. Auch Patienten mit Doppelbildwahrnehmung werden in der Sehschule behandelt. Dabei können ggf. speziell angepasste Prismenbrillen das Sehen von Doppelbildern verhindern. Ziel einer Augenoperation (Schieloperation) zur Korrektur größerer Schielwinkel ist Parallelstand der Augen.
In jedem Fall gilt: je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher kann die Therapie eingeleitet werden und desto besser sind die Erfolgsaussichten. Unsere Orthoptistin Heide Seybel klärt die Patienten bzw. die Eltern eines Kindes ausführlich über die Therapie auf und führt durch die oft langwierige Behandlung.